
Die künstlerische Konzeption für das Junkerhaus basiert auf der Übereinkunft der Gründungsmitglieder des Kunst- und Kulturvereins HöhenArt Hürtgenwald im Jahre 2002, wonach in Verantwortung für das kunsthistorisch bedeutsame Erbe von Simonskall „Experiment Kalltalgemeinschaft – die Kölner Progressiven in Simonskall“ dessen Bedeutung durch eine umfassende Dokumentation an authentischer Stelle im Junkerhaus wieder ins öffentliche Bewusstsein zu heben und dem Ort Simonskall damit einen zusätzlichen touristischen Anreiz zu geben.
Ergänzend hierzu und unter Anbindung an den hohen künstlerischen Rang der Mitglieder der Kalltalgemeinschaft – einige von ihnen gelten heute als bedeutendste Vertreter der konstruktivistischen Stilrichtung und genießen Weltruf – sollen im Junkerhaus jährlich des weiteren bis zu drei Kunstausstellungen hohen Niveaus veranstaltet werden.
Unter den Gründungsmitgliedern herrscht uneingeschränkte Übereinstimmung darin, dass hierfür nur professionelle sowie fachlich kompetente und über die Region hinaus bekannte Künstler bzw. Künstlerinnen wie auch bedeutende Kunstsammlungen in Frage kommen. Dies wurde von der Jahreshauptversammlung am 20.03.2010 noch einmal bestätigt.
Zur Gewährleistung einer erfolgreichen Weiterführung der Ausstellungstätigkeit im Junkerhaus, hat der Kunst- und Kulturverein HöhenArt Hürtgenwald am 25. Juni 2010 einen künstlerischen Beirat berufen, der bei der Auswahl künftiger Ausstellungsprojekte sowie der hierfür infrage kommenden Künstlerinnen und Künstler beratend tätig wird und Empfehlungen ausspricht.
Ein weiterer Mitwirkungsbereich ist die Ausgestaltung der kunsthistorischen Dokumentation „Experiment Kalltalgemeinschaft – die Kölner Progressiven in Simonskall“. Deren Präsentation im Internet zieht mittlerweile jährlich bis zu 12.000 „Besucher“ aus aller Welt an mit über 23.000 „Anfragen“ zur Kalltalgemeinschaft.
Bei einem Empfang im Junkerhaus überreichte der Vorsitzende von HöhenArt Hürtgenwald, Bürgermeister Axel Buch, den Mitgliedern des Beirates die Ernennungsschreiben und dankte ihnen für ihre Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement im Junkerhaus. Es sind dies Frau Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Leiterin des Instituts zur Interdisziplinären Erforschung der Moderne im Rheinland an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, des weiteren Frau Dr. Iris Nestler, ehemals Leiterin des Deutschen Glasmalerei-Museums in Linnich, jetzt Gastdozentin am Institut für Kunstgeschichte, ebenfalls an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und als dritter im Bunde Herr Prof. Dr. Uli Bohnen, Professor für Kulturgeschichte und Ästhetische Theorie an der FH Darmstadt.
Allen dreien gemeinsam ist die umfassende Kompetenz in Sachen Kunst der Moderne in Rheinland sowie der Kölner Progressiven, über die Professor Bohnen mehrere wissenschaftliche Werke veröffentlicht hat.
Zusammen mit dem für weitere zwei Jahre wiedergewählten künstlerischen Leiter des Junkerhauses Franz Tiedtke ein starkes Team also, unter dessen Obhut die künstlerischen Belange des Junkerhauses bestens aufgehoben sind.